Buchrezension Conny Amreich – Belle – Der Fluch von Balmoral Castle

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CONNY AMREICH
Belle – Der Fluch von Balmoral Castle
Einzelband
Jugendbuch/ Historischer Liebesroman/ Übersinnlicher Liebesroman
Dezember 2015
dtv
TB, € 9,95/ E-Book, € 7,99

 

 


Schottland, 1877. Vor zwanzig Jahren kämpfte Arthur, der Duke of Cumberwall, während des Aufstandes in Indien. Damals ließ sich der junge Adelige zu einer grausamen Racheaktion hinreißen, woraufhin ihn der indische Anführer Tantya verfluchte. Seitdem ist Arthur äußerlich genauso hässlich wie in seinem Inneren. Als die sechzehnjährige Belle McBean und ihr Vater nach einem Unfall mit ihrer Kutsche in den Highlands von einer geheimnisvollen Kreatur gefangengenommen werden, ahnen sie nichts von diesem Fluch. Das düstere Schloss Kinord ist von nun an gezwungenermaßen Belles Heim, aber wenigstens kann sie die Freilassung ihres kranken Vaters erwirken. Doch je mehr Zeit ins Land geht, desto mehr fühlt sich das Mädchen zum entstellten Schlossherrn hingezogen.

Conny Amreich präsentiert mit „Belle – Der Fluch von Balmoral Castle“ ihre Version des alten Volksmärchens „Die Schöne und das Biest“. Auf nur etwas mehr als zweihundert Seiten versucht sie, die bekannte und schon oft literarisch und auch filmisch neu interpretierte Vorlage an der ein oder anderen Stelle mit eigenen Ideen zu unterfüttern, aber aufgrund der Kürze bleibt dazu kaum Zeit. Die Handlung wirkt insgesamt hastig, die Dialoge hölzern, und die Figuren sind oberflächlich. Da muss die Frage erlaubt sein, ob diese Adaption in der Form – so arg kindlich und wenig einfühlsam – nötig und auch sinnvoll ist. Dabei ist die Idee, aus dem Biest einen englischen Adeligen zu machen, gar nicht so schlecht, nur leider macht die Jungautorin daraus zu wenig. (StS)