Buchrezension Cecelia Ahern – Das Jahr, in dem ich dich traf

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CECELIA AHERN
Das Jahr, in dem ich dich traf
The Year I Met You
Einzelband
Frauenroman
März 2015
Krüger
PB, €14,99, TB, €9,99/ E-Book, €9,99

 

 


Die erfolgreiche Geschäftsfrau Jasmine Butler ist fassungslos, als ihr fristlos gekündigt wird. Erst als sie nichts mehr zu tun hat, merkt sie, was sie in letzter Zeit alles versäumt hat. Sie beginnt, wieder zu leben, trifft sich mit Freunden und stellt fest, dass vor allem ihre Schwester Heather, die mit dem Down-Syndrom geboren wurde, sich völlig verändert hat. In einer stürmischen Silvesternacht trifft Jasmine auf ihren berühmten Nachbarn Matt Marshall, den sie immer ungehobelt fand und so gut es ging ignoriert hat. Jetzt teilen sie dasselbe Schicksal, wobei er nicht nur seinen Job als Radiomoderator verloren hat, sondern auch noch von seiner Frau verlassen wurde. Das bringt sie einander auf eigentümliche Weise näher. Als Jasmine sich daran erinnert, dass ihr Großvater das Gärtnern liebte, stürzt auch sie sich in dieses Hobby, um sich abzulenken und wieder zu sich selbst zu finden. Da flattert ihr ein Stellenangebot ins Haus, das alles auf den Kopf stellt.

Normalerweise begeistern Cecelia Aherns Romane durch Fantasie, Magie und Liebe. „Das Jahr, in dem ich dich traf“ ist da anders. Jasmines Wandlung von der knallharten Businesslady zur „Hausfrau“ wird zu ihrer härtesten Aufgabe. Dass sie sich parallel zu den vier Jahreszeiten und den Veränderungen im Garten vollzieht, kommt nicht von ungefähr. Die Inspiration dazu ist ein Wortspiel, denn die Karenzzeit bei einer Freistellung wird auf Englisch als „gardening leave“ bezeichnet. Die Bestsellerautorin zeigt sich diesmal von einer ganz neuen, ernsteren Seite, die vielleicht nicht allen Fans gefallen wird. Dennoch blitzt auch immer wieder ihr Humor hervor. Und auch wenn die Liebesgeschichte nur als kleine Zugabe dient, ist auch sie wunderschön. (BW)