Buchrezension Ben Bennett – Wenn Ozeane weinen

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BEN BENNETT
Wenn Ozeane weinen
Einzelband
Frauenroman/ Übersinnlicher Liebesroman
Juni 2015
MIRA
TB, € 9,99

 

 


Die sechsjährige Amber Wood und ihre Mutter Claire ziehen nach dem Tod von Edward Teagardens Frau in dessen Haus in Monterey ein. Claire ist dort als Haushälterin angestellt worden und soll sich fortan um den ebenfalls sechsjährigen Taylor kümmern. Während Amber von Anfang an nur Augen für den gleichaltrigen Jungen hat, ignoriert der das neue Familienmitglied. Doch dann ereignet sich bei einem Bootsausflug ein schrecklicher Unfall. Taylor fällt ins Wasser und droht zu ertrinken, wird jedoch von einem geheimnisvollen Mädchen gerettet. Sowohl er als auch Amber glauben, in ihr eine kleine Meerjungfrau erkannt zu haben, die sie Mandy nennen. Von nun an sind die drei durch das Schicksal, sehnsuchtsvolle und enttäuschte Liebe und über drei Weltmeere hinweg miteinander verbunden. Und erst drei Jahrzehnte später löst sich das tragische Geheimnis ihrer Kindheit auf.

„Wenn Ozeane weinen“ entpuppt sich schnell als anders als erwartet. Anfangs realistisch, erinnert die Story bald an ein verträumtes Märchen, das mit seiner sensiblen und romantischen Art eine besondere Magie versprüht. Angetrieben von Ben Bennetts schon nahezu poetischem und bildhaftem Schreibstil, für den es beim Lesen eine gewisse Ruhe braucht, erzählt Amber die Dreiecksgeschichte von sich, Taylor und dessen Lebensretterin, die einen Teils überraschenden Verlauf nimmt. Aufgrund des langen Handlungszeitraums gibt es einige starke Zeitsprünge, bei denen aber nie das Gefühl aufkommt, etwas verpasst zu haben. Wer sich auf die phantastischen Elemente einlässt, wird dem Zauber des Buches erliegen. (MK)