Buchrezension Amy Harmon – Vor uns das Leben

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AMY HARMON
Vor uns das Leben
Making Faces
Einzelband
Jugendbuch/ Gegenwartsliebesroman
Oktober 2014
INK
PB, €14,99/ E-Book, €9,99

 

 


Fern Taylor wächst wohlbehütet in dem kleinen Städtchen Hannah Lake in Pennsylvania als Wunschkind eines Pfarrers und seiner Frau auf. Schon ihr ganzes Leben lang wird sie wegen ihres unscheinbaren Äußeren eher schnell übersehen oder problemlos ignoriert. Ihr Cousin und bester Freund Bailey Sheen leidet seit seiner Kindheit an Muskeldystrophie und sitzt mittlerweile im Rollstuhl. Er weiß, dass er in absehbarer Zeit sterben wird und besser jeden Augenblick seines Lebens genießen sollte. Dank Fern und ihrer ständigen Hilfe kann er auch weiterhin am normalen Leben teilnehmen. Und nur er kennt Ferns Geheimnis, dass sie Ambrose Young liebt, den Ringer-Star und schönsten Jungen der ganzen Schule, der sie aber wie alle anderen nie richtig bemerkt hat. Dann erschüttert der 11. September 2001 Amerika, und die Terroranschläge wirken sich auch auf die Jugendlichen aus. Ambrose zieht mit seinen Freunden in den Krieg und kehrt völlig verändert zurück.

Mit „Vor uns das Leben“ ist Amy Harmon ein sehr ergreifender, tiefsinniger Roman gelungen, der niemanden so schnell wieder loslassen wird. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, über die Liebe, das Erwachsenwerden und über Verlust, aber auch über Schönheit, die äußere wie die innere, die so unterschiedlich von jedem Menschen wahrgenommen wird. Die Charaktere sind wirklich einzigartig und wachsen dem Leser gerade durch ihre Unterschiedlichkeit direkt ans Herz. Alle drei bekommen zu spüren, wie unwägbar das Leben doch ist und dass unvorhergesehene Situationen alles verändern können. Es ist kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen, weil die Autorin einen so sehr in die Welt von Fern, Ambrose und Bailey eintauchen und zwischen Lachen und Weinen verfolgen lässt, wie sie zusammen ihr Schicksal meistern. (MS)