Buchrezension Alison Kent – Eine heiße Affäre

Werbung
Werbung

 

ALISON KENT
Eine heiße Affäre
The Bane Affair
Band 1 der „SG-5“-Serie
Erotischer Liebesroman/ Romantikthriller
Dezember 2005
Blanvalet
TB, €6,95

 


Christian Bane, Mitglied der geheimen Eliteorganisation SG-5, erhält einen Auftrag, der alte Wunden aufreißt. Der ehemalige Soldat soll sich als Chef des Verbrechersyndikats Spectra ausgeben, um die Entführung eines Wissenschaftlers aufzuklären und den Verkauf von hochsensiblen Daten zu verhindern. Das Syndikat war dafür verantwortlich, dass Christian vor Jahren wie ein Tier im thailändischen Dschungel gefangen gehalten wurde. Damals war er von der Frau, die er liebte, verraten worden. Sein Undercover-Einsatz führt ihn in die Villa eines Professors, dessen Patentochter Natasha Gaudet in die üblen Machenschaften verstrickt sein soll. Doch schnell hegt der Agent daran Zweifel, nicht nur, weil er sich sehr zu Natasha hingezogen fühlt. Als sich herausstellt, dass der angeblich gekidnappte Forscher freiwillig am Geheimnisverrat mitwirkt, muss Christian seine Strategie ändern.

Das erste Buch um die fünf Spezialisten der Smithson Group bildet einen recht unspektakulären Auftakt. Weder die Geschichte, noch die Figuren sind sonderlich herausragend. Wirklich erwähnenswert ist nur der Sex, der etwas anschaulicher ist als in üblichen Romantic-Suspense-Romanen. Anfangs wirkt der Protagonist noch als nonchalanter Bond-Verschnitt mit heißem Schlitten, technischem Spielzeug und aggressivem Flirtverhalten. Dieser Eindruck verfliegt aber schnell, denn zusehends schimmert der gequälte Held durch, der weichgespülte Agent, der seine Skrupel, eine unschuldige Frau zu benutzen, nur schwer überwinden kann. Auch der Showdown bewirkt keinen größeren Adrenalinausstoß, außerdem bleibt ein loser Faden zurück. Als Trost bleibt nur, dass der zweite Teil der „SG-5“-Serie zumindest vom Plot her um einiges vielversprechender klingt. Eine Steigerung ist allerdings auch nötig, um Serienfans bei der Stange zu halten. (TD)