Buchrezension A.J. Betts – Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

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A.J. BETTS
Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
Zac & Mia
Einzelband
Jugendbuch/ Gegenwartsliebesroman
Oktober 2014
KJB
HC, €14,99/ TB, €8,99/ E-Book, €8,99

 

 


Der an Leukämie erkrankte siebzehnjährige Zac Meier liegt nach einer Knochenmarkspende noch mehrere Wochen im Krankenhaus in Perth in einem Isolationszimmer. Gesellschaft leisten ihm nur seine Mutter, Videospiele und sein iPad, mit dem er über Facebook auf dem Laufenden bleibt. Dann aber wird eine neue Patientin aufgenommen und ins angrenzende Zimmer gelegt, die in seinem Alter zu sein scheint und sich augenscheinlich mit ihrer Krebsdiagnose nicht abfinden kann. Ständig streitet sie mit ihrer Mutter und dem Personal, und dann dreht sie noch ohrenbetäubend laut Popmusik auf. Nachdem er erst mit Klopfzeichen und per Zetteln mit ihr kommuniziert, lernt er die bildhübsche Mia Philipps leibhaftig kennen. Mit Statistiken über die ausgezeichneten Heilungschancen ihres Knochenkrebses will er ihr Mut machen. Nach seiner Entlassung reißt der Kontakt zunächst ab, doch dann führt das Schicksal, das gute und schlechte Zeiten für sie bereithält, sie wieder zusammen.

Hinter dem sperrigen deutschen Titel von A.J. Betts’ Roman verbirgt sich ein wunderbares Jugendbuch über eine ungewöhnliche Freundschaft, aus der schließlich mehr wird. Zac und Mia, die abwechselnd als Ich-Erzähler zu Wort kommen, befinden sich in einer absoluten Krisensituation zwischen Angst und Hoffnung, als sie erste zarte Bande knüpfen. So verschieden sie von ihren Persönlichkeiten her sind, so unterschiedlich gehen sie auch mit ihren Krankheiten um. Gemeinsam haben sie jedoch, dass sie einfach nur – wieder – normal sein möchten. Auch wenn es anfangs gar nicht so scheint, so unterstützen sie sich doch gegenseitig dabei. Trotz des traurigen Themas ist die bezaubernde und anrührende Liebesgeschichte auch komisch und teils sogar mit erfrischendem Galgenhumor gespickt. Unverfälscht werden so Licht und Schatten gezeigt, die sowohl zum Lachen als auch zum Weinen bewegen. (TD)