Buchpremiere – Rebecca Gablés „Die fremde Königin“

Anno Domini 2017 – genauer gesagt der 27. April 2017: Das Warten hat endlich ein Ende, denn es gibt ein neues Buch von Rebecca Gablé …

Cover - Gablé, Rebecca - Die fremde Königin - Lübbe

 

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.
Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden …

 

Man könnte sagen, Rebecca Gablé ist pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk. Und sie ist loyal. Alle zwei Jahre kommt ein neuer historischer Roman von ihr heraus, natürlich bei ihrem Hausverlag. Das ist seit ihrem Debütroman 1995, damals einem Krimi, Bastei Lübbe. Und der ließ sich am Vorabend des heutigen Erstverkaufstags ihres neuen Werks Die fremde Königin nicht lumpen und lud im Rahmen seiner „LIVE im Foyer“-Veranstaltungsreihe am Unternehmenssitz in Köln zu einer glanzvollen Buchpremiere ein.

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Vorstand Klaus Kluge ließ es sich nicht nehmen, die Bestsellerautorin – Gesamtauflage 5,5 Millionen – sowie Moderatorin und Bücherfachfrau Margarete von Schwarzkopf persönlich anzukündigen. Dem Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten Verlagsfoyer machte er dabei ordentlich den Mund wässrig – nicht nur im Hinblick auf einen unterhaltsamen Abend, sondern auch bezüglich einer limitierten Doppelausgabe im Schuber der Saga um Otto den Großen, die Ende Oktober 2017 in den Handel kommt. Etwas anderes gab es aber gleich: eine mit viel Liebe gestaltete Autorenzeitung mit Hintergründen zum frisch erschienenen zweiten Band, zur Autorin und ihrer beeindruckenden Karriere.

Im Gespräch verriet Rebecca Gablé dann noch, was sie daran gereizt hat, sich nach vielen Romanen über die Ränke am englischen Hof und die fiktive Familie Waringham zuerst 2013 mit „Das Haupt der Welt“ und nun mit „Die fremde Königin“ der deutschen Mittelaltergeschichte zuzuwenden. Für die studierte Anglistin bestand die Motivation, abgesehen von Nachfragen ihrer Fans, vor allem darin, mit ihrer akribischen Recherche eigene Wissenslücken zu füllen. Was sie alles gelernt hat, ist unmöglich aufzuzählen – und auch nicht in ein Buch zu packen. Schließlich schreibt sie Unterhaltungsromane, keine wissenschaftlichen Arbeiten, und dabei hält sie sich an die Devise „Thou shalt not bore!“ (Du sollst nicht langweilen!) des Regiegroßmeisters Billy Wilder, die sie sich sogar als Bildschirmschoner installiert hat.

Dazu gehört ebenso, Figuren, egal ob historische oder fiktive, wirklich lebendig werden zu lassen. Und dafür sind auch Gefühle unabdingbar. Das schönste aller Gefühle, die Liebe, darf dabei auf keinen Fall fehlen, genauso wenig wie ein gutes Ende, trotz aller Intrigen und Schurken, die eine Story vorantreiben. Ihre Leser, nicht nur die, die ihr an diesem Abend lauschten und geduldig in der anschließenden Signierschlange warteten, danken es ihr.


Cover & Fotos © Bastei Lübbe

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