Annie West über die Inspiration zu „Gezählte Tage des Glücks“

Ich freucover-west-annie-gezaehlte-tage-des-glueckse mich sehr, dass mein Roman „A Vow to Secure His Legacy“ jetzt unter dem Titel Gezählte Tage des Glücks auf Deutsch erschienen ist. Zum einen, weil ich gerne nach Deutschland reise und einige nette Leser dort kenne, zum anderen weil mir dieses Buch besonders am Herzen liegt.

Jahrelang habe ich mit der Idee gespielt, über eine Heldin zu schreiben, die glaubt, sie müsse bald sterben. Man stelle sich vor, wie das die eigenen Prioritäten verändern würde. Dann passierten zwei Dinge: Zuerst hatte ich als Australierin das Glück, einige Zeit in Europa verbringen zu können und dabei auch Orte zu besuchen, die einfach prädestiniert waren, Schauplätze eines Liebesromans zu werden. In Frankreich gehörte etwa das bezaubernde Château de Fénelon in der Dordogne dazu, das auch einer der Drehorte für die Aschenputtel-Adaption „Auf immer und ewig“ (Ever After) war.

Château de Fénelon
Château de Fénelon

Im selben Jahr hatte aber auch jemand, der mir sehr nahesteht, schwere gesundheitliche Probleme und es war mit dem Schlimmsten zu rechnen. Damals stellte ich mir oft vor, wie diese Person von einem weiteren deprimierenden Arztbesuch zurückkam und versuchte, das Beste aus einem der letzten noch verbleibenden Tage zu machen, an dem es ihr gutging. Glücklicherweise nahm das Ganze doch noch ein gutes Ende. Aber als Autorin schwirrten mir da längst unzählige Ideen im Kopf herum.

Wie würde meine Heldin auf die Nachricht reagieren, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hätte? Wäre sie wagemutig oder vorsichtig? Würde die Diagnose ändern, wie sie ihr Leben führt? Nun, meine Heldin Imogen hat keine Familie mehr, deshalb beschließt sie, ihre restliche Zeit damit zu verbringen, die Dinge zu tun, die sie aufgeschoben hatte, um zu studieren, sich eine Karriere aufzubauen und sich um andere zu kümmern.

Seine
Seine

Imogen hat eine Liste mit Orten, die sie sehen möchte, bevor sie stirbt, darunter Venedig, London, Island und nicht zuletzt Paris mit der Seine und dem Eiffelturm. Endlich wagt sie sich, Dinge zu tun, von denen sie bislang nur geträumt hat. So nimmt sie eine Einladung zu einer glamourösen Society-Party an, auf der sie statt ihrer üblichen Hosenanzüge ein elegantes Kleid trägt.

Eiffelturm
Eiffelturm

Es ist wohl kaum eine Überraschung, dass die ruhige, reservierte Imogen sich in den attraktiven, sanften Thierry verliebt, diesen charmanten Mann, der sie im Sturm erobert. Allerdings hat ihre kurze Affäre ungeahnte Folgen. Als Imogen bemerkt, dass sie schwanger ist, kontaktiert sie Thierry aus Sorge um die Zukunft ihres ungeborenen Kindes. Was dann passiert, bringt mich noch immer zum Lächeln.

Ich habe Thierrys und Imogens Romanze sehr genossen – zwei ehrliche, leidenschaftliche Menschen, die zusammenarbeiten müssen, um herauszufinden, was sie wirklich vom Leben wollen. Und ich hoffe, den Lesern wird die Geschichte auch gefallen – und sie lassen sich ebenso von den tollen Schauplätzen verzaubern wie ich. Übrigens ist Thierrys Haus nicht nur durch das Märchenschloss Château de Fénelon inspiriert worden, sondern auch durch das Château de la Roche Courbon im Département Charente-Maritime, bei dem es sich tatsächlich um ein Privathaus handelt, das von seinen Besitzern bewohnt wird.

Château de la Roche Courbon
Château de la Roche Courbon

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Fotos 1-3 © Annie West
Foto 4 © Brigitte Underwood-Legeron