10 Angeber-Fakten zum ESC

ESC 2016 Stockholm

Zum größten Musikevent im TV, dem Eurovision Song Contest, früher auch als Grand Prix Eurovision de la Chanson bekannt, werden heute wieder über 200 Millionen Fernsehzuschauer weltweit erwartet. Für Deutschland geht die achtzehnjährige Jamie-Lee Kriewitz mit dem Lied „Ghost“ an den Start. Übertragen wird die Show ab 21 Uhr im Ersten, der Livestream mit Vorberichterstattung startet sogar schon um 19.45 Uhr.

In den 1980ern besonders bei der Jugend verpönt, ist der Wettbewerb heutzutage Kult. Und so werden in vielen Wohnzimmern wieder private ESC-Partys gefeiert. Wer sich dabei mit seinem Wissen brüsten möchte, für den haben wir 10 Fakten zum ESC zusammengefasst:

 

    1. Der erste ESC fand 1956 im schweizerischen Lugano statt. Es gewann Lys Assia mit dem Lied „Refrain“ für die Schweiz.
    2. Seit 1958 wird der ESC normalerweise im Land des Vorjahressiegers ausgetragen – mit wenigen Abweichungen wie zuletzt 1980. Da übernahmen die Niederlande in Den Haag die Gastgeberrolle, obwohl im Jahr zuvor Israel gewonnen hatte mit „Hallelujah“ gesungen von Gali Atari & Milk and Honey.
    3. Seit dem zweiten ESC 1957 hat gewonnen, wer am meisten Punkte von allen anderen Teilnehmerländern erhält. Optimalerweise steht am Ende ein Gewinner fest, nur 1969 gab es mehrere. Damals gab es sage und schreibe gleich VIER erste Plätze: Spanien, Frankreich, Niederlande und Vereinigtes Königreich. Allerdings gab es auch 1991 ein Unentschieden zwischen Schweden und Frankreich. Wegen neuer Regularien errang aber Carola mit Fångad av en stormvind den Titel, weil sie öfters 10 Punkte erhielt als ihre französische Konkurrentin.
    4. Selten konnte ein Land seinen ESC-Titel verteidigen. Und nur ein Land ging bislang dreimal hintereinander als Sieger hervor. Dieses Kunststück gelang nur Irland: 1992 Linda Martin – Why Me, 1993 Niamh Kavanagh – In your eyes und 1994 Paul Harrington & Charlie McGettigan – Rock’n’Roll Kids.
    5. Noch seltener ist es, dass ein Sänger mehrfach gewinnen konnte. Das schaffte einzig der für sein Heimatland Irland antretende Johnny Logan: 1980 mit What’s another year und 1987 mit Hold me now.
    6. Es ist also kein Wunder, dass Irland bisher auch das erfolgreichste Land beim ESC ist mit sieben Siegen (1970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994 und zuletzt 1996). Schweden ist der grünen Insel aber inzwischen dicht auf den Fersen. Im letzten Jahr eroberten die Skandinavier zum sechsten Mal die ESC-Spitze. Demnach trägt es den Wettbewerb dieses Jahr auch aus – in Stockholm.
    7. Noch immer glauben viele, es handele sich um einen Sängerwettbewerb. In Wahrheit wetteifern beim ESC aber Komponisten miteinander – auch wenn deren Namen so gut wie nie wirklich bekannt werden.
    8. Die deutsche Stimme des ESC ist eigentlich Peter Urban vom NDR. Seit 1997 kommentiert er die Live-Übertragungen des Finales und nun auch der Halbfinals. Nur einmal, 2009, brauchte er eine Krankheitsvertretung. Seit er offiziell in Rente ist, arbeitet er als Freier Mitarbeiter.
    9. Landläufig wird Waterloo von ABBA aus dem Jahr 1974 als der bekannteste ESC-Siegertitel angesehen, begründete er doch die Weltkarriere des Schweden-Quartetts. Er war mit rund sechs Millionen Verkäufen auch einer der erfolgreichsten. Als DER erfolgreichste Siegertitel gilt mit sechseinhalb Millionen verkauften Tonträgern jedoch Save your kisses for me von Brotherhood of Man aus dem Jahr 1976.
    10. Deutschland konnte den ESC zweimal gewinnen: 1982 mit Nicole und Ein bißchen Frieden sowie 2010 mit Lena und Satellite. Gastgeber waren wir aber schon dreimal, neben 1983 in München und 2011 in Düsseldorf auch schon 1957 in Frankfurt am Main.


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